Ein Haus ist kein größeres Zimmer
Wer aus einer Wohnung in ein Haus zieht, unterschätzt fast immer eines: nicht die Zahl der Möbel, sondern die Zahl der Wege. In einer Wohnung liegt alles auf einer Ebene, und der Weg führt einmal zur Tür. In einem Haus verteilt sich derselbe Hausrat auf mehrere Ebenen, dazu kommen Keller, Dachboden, Garage und häufig ein Gartenhaus. Jede dieser Ebenen kostet Zeit, und zwar in beide Richtungen.
Der zweite Unterschied ist die Menge, die dazukommt. Wer ein Haus bezieht, nimmt in aller Regel Dinge mit, die in der Wohnung keinen Platz hatten, und schafft neue an. Wer ein Haus verlässt, hat über Jahre in Keller und Garage angesammelt, was niemand mehr braucht. Beides verschiebt das Volumen erheblich, und beides muss vor dem Umzugstag bekannt sein, nicht am Umzugstag.
Mehr Ebenen, mehr Wege
Beim Einzug in ein Haus stellt sich zuerst die Frage, was auf welche Ebene soll. Das klingt banal, entscheidet aber über die Dauer. Wenn Kartons erst im Erdgeschoss abgestellt und später von Ihnen nach oben getragen werden, sparen Sie nichts, Sie verschieben die Arbeit nur. Sinnvoller ist es, die Zielräume vorher festzulegen und gleich richtig abzuladen, auch wenn das am Tag selbst etwas länger dauert.
Treppen im Haus sind dabei ein eigenes Thema. Innentreppen sind häufig schmaler und enger gewendelt als Treppenhäuser in Mehrfamilienhäusern, und sie haben oft ein Geländer, das den nutzbaren Querschnitt weiter verringert. Große Schränke gehen dort selten in einem Stück hinauf. Wir sehen uns die Treppe bei der Besichtigung an und sagen Ihnen, welche Möbel zerlegt werden müssen. Zerlegen und Wiederaufbauen rechnen wir mit einer Kraft samt Werkzeug ab 28 Euro je Stunde ab.
Ist der Weg über die Treppe versperrt, bleibt der Weg über das Fenster. Ein Möbellift bis in die vierte Etage kostet ab 179 Euro und ist gerade beim Haus oft die schnellere Lösung, weil er die Innentreppe komplett umgeht. Er braucht allerdings Platz zum Aufstellen und eine freie Fläche vor dem Fenster. Ob das bei Ihnen gegeben ist, prüfen wir vor Ort.
Keller, Garage, Gartenhaus: das unterschätzte Volumen
Wenn ein Angebot am Umzugstag nicht mehr passt, liegt es in den meisten Fällen an den Nebenräumen. Sie stehen bei der ersten Aufzählung selten auf der Liste, weil sie im Alltag nicht als Wohnraum wahrgenommen werden. Für den Wagen sind sie das aber sehr wohl. Wir gehen deshalb bei der Besichtigung ausdrücklich hinein und rechnen ihren Inhalt in Kubikmetern mit, genauso wie das Wohnzimmer.
Besonders sperrig wird es bei allem, was mit Garten und Werkstatt zu tun hat. Gartenmöbel, Geräte, Fahrräder, Werkbänke, Regale, Reifen und Farbeimer nehmen zusammengenommen leicht mehrere Kubikmeter ein. Vieles davon soll ohnehin nicht mit umziehen, und dann rechnen wir es aus dem Transport heraus und als Entrümpelung wieder hinein, ab 39 Euro je Kubikmeter. Was mit umzieht und was nicht, entscheiden Sie in Ruhe, und wir rechnen beide Teile getrennt auf.
- Keller: Regale, Vorräte, Werkzeug, Saisonware
- Garage: Reifen, Fahrräder, Gartengeräte, Werkbank
- Dachboden: alles, was seit dem letzten Umzug dort steht
- Garten: Möbel, Geräte, Kübelpflanzen, Gerätehaus
- Hauswirtschaftsraum: Waschmaschine, Trockner, Vorratsschränke
Was beim Einzug ins Haus zuerst hinein sollte
Die Reihenfolge beim Abladen entscheidet darüber, ob der erste Abend im neuen Haus erträglich wird. Wir laden deshalb nicht in der Reihenfolge, in der es aus dem Wagen kommt, sondern in der Reihenfolge, die Sie brauchen. Dafür genügt es, wenn Sie uns vorher sagen, welche Räume zuerst benutzbar sein sollen. Erfahrungsgemäß sind das Schlafzimmer, Bad und Küche, in genau dieser Reihenfolge.
Damit das funktioniert, hilft eine einzige Maßnahme mehr als alles andere: Kartons mit dem Zielraum beschriften, und zwar an der Seite, nicht oben. Gestapelt sieht man den Deckel nicht. Wenn zusätzlich an jeder Zimmertür ein Zettel mit dem Raumnamen hängt, muss beim Abladen niemand fragen, und die Kartons landen dort, wo sie ausgepackt werden. Bei einem Haus mit mehreren Ebenen spart das mehr Zeit als jede zusätzliche Kraft.
- Zielräume festlegen und an den Türen beschriften
- Kartons seitlich mit dem Zielraum kennzeichnen
- Betten und Bad zuerst abladen und aufbauen
- Küche als Nächstes, damit am Abend gekocht werden kann
- Keller und Garage zum Schluss, sie blockieren sonst die Wege
Wenn zwei Haushalte zu einem werden
Der Einzug ins Haus fällt häufig damit zusammen, dass zwei Haushalte zusammenziehen. Dann kommt nicht eine Wohnungsmenge zusammen, sondern zwei, und ein Teil davon ist doppelt vorhanden. Zwei Sofas, zwei Waschmaschinen, zwei komplette Küchenausstattungen. Es lohnt sich, vor dem Umzug zu entscheiden, was davon mitkommt, statt beides zu transportieren und danach eines wieder loszuwerden. Was doppelt vorhanden ist, muss sonst zweimal getragen und danach einmal wieder weggefahren werden.
Praktisch heißt das: Wir holen an zwei Anschriften ab und liefern an eine. Das lässt sich in einem Tag machen, wenn der Wagen groß genug ist oder ein zweiter Wagen mitfährt, der 24 Euro je Stunde kostet. Was nicht mitkommt, nehmen wir auf Wunsch gleich mit weg, entweder nach Aufwand ab 15 Euro je Stunde oder nach Menge ab 39 Euro je Kubikmeter.
Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten. Das gilt auch dann, wenn wir uns für ein solches Vorhaben zwei Wohnungen und das neue Haus ansehen. Wustermark, Brieselang und Rathenow liegen im selben Landkreis, wir fahren diese Strecken regelmäßig, und ein zusätzlicher Termin schlägt sich nicht in Ihrem Angebot nieder. Sie zahlen am Ende für die Arbeit an Ihrem Umzugstag und für nichts sonst.