Was bei der Besichtigung wirklich passiert
Wir kommen zu Ihnen, gehen einmal durch alle Räume und schauen uns an, was tatsächlich mitkommt. Dabei zählen wir keine Möbelstücke, sondern schätzen den Umfang in Kubikmetern: Schränke, Betten, Sofas, Kartons, dazu alles, was in Keller, Abstellraum und auf dem Dachboden steht. Genau diese Nebenräume sind der Grund, warum ein am Telefon genannter Preis so oft danebenliegt. Am Ende des Rundgangs wissen wir, wie groß der Wagen sein muss und wie viele Kräfte wir einplanen.
Zur Wohnung gehört der Weg dorthin. Wir sehen uns an, in welcher Etage Sie wohnen, ob es einen Aufzug gibt und wie breit das Treppenhaus ist. Wir schauen, wo der Wagen halten kann und ob die Fläche vor der Tür am Umzugstag frei sein wird. Dieselben Fragen stellen wir für die neue Anschrift, sobald sie zugänglich ist. Aus diesen Angaben ergibt sich, ob eine Halteverbotszone nötig wird oder ob ein Möbellift die günstigere Lösung ist.
Sie dürfen dabei jede Frage stellen, die Ihnen einfällt, auch die zu den Kosten. Wir sagen Ihnen im Termin, welche Posten wir für nötig halten und welche nicht. Halten wir etwas für verzichtbar, sagen wir das ebenso deutlich, wie wenn wir es für unvermeidbar halten. Der Rundgang ist schneller vorbei, als die meisten erwarten, und er kostet Sie keinen halben Urlaubstag.
Warum wir dafür nichts berechnen
Weil sie sich für uns rechnet. Ein Rundgang schützt vor der Fehlplanung, die wirklich teuer wird: der zu kleine Wagen, die zweite Fahrt, der Tag, der aus dem Plan kippt. Was wir im Termin an Zeit investieren, sparen wir am Umzugstag wieder ein. Es ist deshalb kein Entgegenkommen, wenn wir dafür nichts berechnen, sondern schlicht die günstigere Rechnung für beide Seiten. Ein Betrieb, der den Rundgang scheut, spart am falschen Ende.
Der zweite Grund ist die Entfernung. Im Havelland liegen die Gemeinden weit auseinander, und wer eine Pauschale für den Besichtigungstermin nimmt, macht daraus ein Preisrisiko für Sie: Wer weiter draußen wohnt, zahlt mehr für dasselbe Gespräch, obwohl er nicht mehr davon hat. Damit wird ausgerechnet der Schritt teuer, der Ihnen erst die Grundlage für eine Entscheidung gibt. Wir halten das für falsch herum gedacht und stellen den Termin deshalb niemandem in Rechnung, gleich an welcher Anschrift er stattfindet.
Daraus folgt auch, dass der Termin für Sie folgenlos bleibt. Sie bekommen ein Angebot und entscheiden danach in Ruhe. Sagen Sie ab, entsteht keine Rechnung, keine Aufwandsentschädigung und keine Mahnung, und wir rufen Sie auch nicht wieder und wieder an. Ein Angebot, das nur unter Druck funktioniert, war von vornherein kein gutes Angebot, und ein Kunde, der sich überrumpelt fühlt, empfiehlt uns nicht weiter.
Warum ein Festpreis ohne Rundgang nicht seriös ist
Ein Betrag, der am Telefon fällt, beruht auf Ihren Angaben und auf Erfahrungswerten. Beides ist ehrlich gemeint und trotzdem ungenau, weil die Dinge, die Zeit fressen, in keiner Zimmerzahl auftauchen: der volle Keller, das Klavier, die enge Wendeltreppe, der Hof, in den kein großer Wagen passt. Wer trotzdem einen festen Preis nennt, muss einen Sicherheitsaufschlag einbauen oder später nachfordern. Im ersten Fall zahlen Sie zu viel, im zweiten streiten Sie ausgerechnet am Umzugstag.
Am Umzugstag zu verhandeln ist die schlechteste aller Möglichkeiten. Ihre Möbel stehen halb im Wagen, der Schlüssel für die alte Wohnung muss abgegeben werden, und Sie haben faktisch keine Wahl mehr. Genau deshalb halten wir die Reihenfolge ein: erst sehen, dann rechnen, dann zusagen. Nach dem Rundgang nennen wir einen Betrag ohne das Wörtchen ab, und dabei bleibt es, solange sich am Umfang nichts ändert.
Ändern kann sich der Umfang natürlich. Wenn kurz vor dem Termin doch noch ein Schrank dazukommt oder der Dachboden geräumt werden soll, sagen Sie uns Bescheid, und wir rechnen den Unterschied nach, bevor wir kommen. Was wir nicht tun: den Preis erhöhen, weil der Tag länger gedauert hat als von uns gedacht. Diese Fehleinschätzung ist unsere, und sie gehört nicht auf Ihre Rechnung.
So bereiten Sie den Termin vor
Sie müssen für die Besichtigung nichts aufräumen und nichts vorpacken. Hilfreich ist allein, dass wir überall hineinsehen dürfen, auch dorthin, wo es unordentlich ist. Ein zugestellter Keller ist für die Schätzung wichtiger als das aufgeräumte Wohnzimmer, weil dort das Volumen liegt, das später den Wagen füllt. Wenn Sie vorher kurz überlegen, was mitkommt und was Sie ohnehin loswerden wollen, geht der Termin schneller und das Angebot wird genauer.
Es gibt ein paar Angaben, die wir in jedem Fall brauchen. Wenn Sie die schon zur Hand haben, sparen wir uns Rückfragen und Sie bekommen das schriftliche Angebot früher. Vieles davon steht in Ihrem Mietvertrag oder in der Vereinbarung zur Übergabe der neuen Wohnung. Falls Sie einen Punkt nicht beantworten können, ist das kein Problem, dann klären wir ihn beim Rundgang gemeinsam.
- Beide Anschriften mit Etage und der Frage, ob es einen Aufzug gibt
- Der Wunschtermin und wie fest er bereits steht
- Ob Keller, Dachboden, Garage oder Gartenhaus mitgeräumt werden
- Besonderheiten wie Klavier, Aquarium, Tresor oder Einbauküche
- Ob Sie selbst packen wollen oder ob wir das übernehmen sollen
- Wer außer Ihnen am Umzugstag Zugang zu den Wohnungen hat
Von der Anfrage bis zum Angebot
Der Ablauf ist immer derselbe und bewusst kurz gehalten. Über das Formular können Sie uns jederzeit schreiben, auch nachts und am Wochenende. Zurück melden wir uns innerhalb unserer Bürozeiten von Montag bis Freitag zwischen 09:00 und 18:00 Uhr, und in diesen Zeitraum fällt auch der Besichtigungstermin selbst. Sie bekommen dafür einen festen Zeitpunkt genannt, kein weites Fenster, in dem Sie zu Hause warten müssen.
Zwischen Anfrage und Angebot liegen bei uns selten viele Schritte. Wir wollen nicht, dass Sie dreimal dieselben Angaben machen, und wir schicken auch keine Fragebögen hinterher, die den Rundgang ohnehin nicht ersetzen. Was wir vor Ort sehen, steht danach im Angebot, und was wir nicht sehen konnten, sagen wir Ihnen ausdrücklich dazu, statt es stillschweigend zu schätzen. Wer die neue Wohnung noch nicht betreten durfte, findet diesen Punkt im Angebot ausdrücklich vermerkt.
- Anfrage über das Formular oder telefonisch, mit beiden Anschriften und dem Wunschtag
- Rückruf innerhalb der Bürozeiten, dabei legen wir den Termin für den Rundgang fest
- Besichtigung vor Ort, Rundgang durch alle Räume samt Keller und Nebenflächen
- Schriftliches Angebot mit Wagengröße, Anzahl der Kräfte und allen Zusatzposten einzeln
- Ihre Zusage, danach reservieren wir den Tag verbindlich
- Vorbereitung: Material liefern und bei Bedarf die Halteverbotszone veranlassen
Was danach im Angebot steht
Das Angebot kommt schriftlich, damit Sie es in Ruhe lesen und mit anderen vergleichen können. Oben steht der Gesamtbetrag, darunter jeder Posten einzeln: Fahrzeug, Kräfte, Arbeitszeit, Material und alles, was zusätzlich nötig ist. Uns ist wichtig, dass Sie erkennen können, wofür Sie zahlen, statt eine einzige Zahl ohne Aufschlüsselung vor sich zu haben. So können Sie einzelne Posten auch streichen, wenn Sie sie lieber selbst erledigen.
Was Sie im Angebot nicht finden werden, ist eine Zeile für die Anfahrt. Weder für den Rundgang noch für den Umzugstag stellen wir Ihnen die Strecke in Rechnung, und sie steckt auch nicht verdeckt in einem anderen Posten. Ebenfalls nicht enthalten sind Leistungen, die wir gar nicht erbringen: Elektro- und Wasseranschlüsse gehören in die Hand eines Fachbetriebs, den Transport der Geräte übernehmen wir.
Für den Transport gilt die gesetzliche Haftung nach Paragraf 451e des Handelsgesetzbuchs mit 620 Euro je Kubikmeter Ladung. Wenn einzelne Stücke deutlich mehr wert sind, sagen Sie es im Termin, dann besprechen wir, wie damit umzugehen ist. Auch das ist ein Punkt, den man vor der Zusage klären sollte und nicht erst, wenn etwas passiert ist. Im Angebot steht der Hinweis noch einmal schwarz auf weiß.