Was neben dem Transport zu erledigen ist
Der Transport ist der sichtbare Teil eines Umzugs, aber längst nicht der einzige. Parallel dazu läuft eine Reihe von Formalitäten, die nichts mit Kartons zu tun haben und trotzdem an denselben Terminen hängen. Wer sie früh sortiert, hat am Umzugstag den Kopf frei. Wer sie liegen lässt, merkt es meistens erst dann, wenn Post an der alten Anschrift ankommt oder ein Vertrag doppelt läuft.
Wir übernehmen davon nichts, was Ihre Unterschrift braucht, und geben auch keine Rechtsauskunft. Was wir aber tun können: die Punkte benennen, die uns bei Umzügen am häufigsten begegnen, damit sie rechtzeitig auf Ihrer Liste stehen. Friesack und Rathenow liegen beide im Landkreis Havelland, wir fahren diese Strecke regelmäßig, und wir sehen bei jedem Auftrag, an welchen Stellen es typischerweise klemmt.
Ummeldung und Nachsendeauftrag
Die Ummeldung ist keine Empfehlung, sondern Pflicht. Sie erfolgt nach dem Einzug bei der für Sie zuständigen Meldebehörde, und in aller Regel wird dafür eine Bestätigung des Wohnungsgebers verlangt. Welche Unterlagen im Einzelnen nötig sind und wie viel Zeit Ihnen dafür bleibt, sagt Ihnen die Behörde selbst am besten. Fragen Sie dort nach, bevor Sie hinfahren, das erspart Ihnen einen zweiten Weg.
Der Nachsendeauftrag ist der zweite Punkt, der oft zu spät kommt. Er sorgt dafür, dass Briefe an die neue Anschrift weitergeleitet werden, und deckt genau die Wochen ab, in denen Sie noch nicht alle Absender informiert haben. Das sind mehr, als man vermutet: Versicherungen, Banken, Vereine, Abonnements, der Arbeitgeber, die Krankenkasse. Ein Nachsendeauftrag kauft Ihnen die Zeit, diese Liste in Ruhe abzuarbeiten.
Sortieren Sie die Liste nach Dringlichkeit und nicht nach Alphabet. Zuerst alles, wo Geld fließt oder Fristen laufen: Bank, Versicherungen, Arbeitgeber, Krankenkasse. Danach die Verträge, die an die Wohnung gebunden sind. Zum Schluss die Bequemlichkeiten wie Abonnements und Mitgliedschaften. Wer in dieser Reihenfolge vorgeht, hat nach einem konzentrierten Nachmittag den größten und wichtigsten Teil hinter sich. Alles Weitere lässt sich danach nebenbei erledigen, ohne dass Fristen im Weg stehen.
- Wohnungsgeberbestätigung bei der neuen Vermieterseite anfordern
- Nachsendeauftrag einrichten, bevor der Umzugstag da ist
- Nach dem Einzug bei der zuständigen Meldebehörde ummelden
- Fahrzeugpapiere anpassen lassen, wenn ein Auto auf Sie zugelassen ist
- Absenderliste durchgehen und die Anschrift überall ändern
Verträge, die an der Anschrift hängen
Manche Verträge ziehen einfach mit um, andere enden mit der alten Wohnung, und wieder andere müssen am neuen Ort neu abgeschlossen werden. Der Unterschied ist wichtig, denn daran hängt, ob Sie kündigen, ummelden oder gar nichts tun müssen. Sehen Sie früh nach, welche Regelung in Ihren Unterlagen steht, denn Kündigungsfristen laufen unabhängig davon, wann unser Umzugswagen bei Ihnen vorfährt. Ein Blick in den Ordner kostet einen Abend und erspart im Zweifel eine doppelte Zahlung.
Bei Internet und Telefon lohnt sich der frühe Blick besonders. Ob und wie schnell ein Anschluss an der neuen Anschrift verfügbar ist, entscheidet der Anbieter und nicht Sie, und die Bearbeitung dauert ihre Zeit. Wenn Sie beruflich darauf angewiesen sind, klären Sie das am besten, bevor Sie den Mietvertrag unterschreiben, und nicht erst dann, wenn die gepackten Kartons schon im Flur stehen.
- Strom und Gas: Zählerstände notieren, Anbieter über den Wechsel informieren
- Wasser und Heizkosten: meistens über die Hausverwaltung geregelt
- Internet und Telefon: Verfügbarkeit an der neuen Anschrift vorher prüfen
- Rundfunkbeitrag: hängt an der Wohnung, nicht an der Person
- Hausrat und Haftpflicht: neue Anschrift und Wohnfläche melden
- Mitgliedschaften und Abonnements: oft am schnellsten online geändert
Übergabeprotokoll und Zählerstände
Das Übergabeprotokoll ist das Papier, an dem sich später entscheidet, ob Sie Ihre Kaution wiedersehen. Es hält fest, in welchem Zustand die Wohnung übergeben wurde, welche Schlüssel den Besitzer gewechselt haben und wie die Zähler standen. Nehmen Sie sich dafür Zeit, auch wenn am selben Tag ein Umzugswagen wartet. Ein Protokoll, das nebenbei abgehakt wird, taugt im Streitfall herzlich wenig.
Gehen Sie die Räume einzeln durch und schreiben Sie auf, was auffällt, bevor jemand unterschreibt. Halten Sie fest, wie viele Schlüssel Sie abgeben, und lassen Sie sich das quittieren. Notieren Sie alle Zählerstände mit Datum, am besten zusätzlich als Foto. Diese Aufzeichnungen brauchen Sie nicht nur gegenüber der Vermieterseite, sondern ebenso für die Abrechnung mit Ihren Versorgern. Bewahren Sie das unterschriebene Protokoll zusammen mit den Fotos auf, mindestens bis die Kaution zurück ist.
Ein praktischer Hinweis aus vielen Umzügen: Legen Sie die Übergabe der alten Wohnung möglichst nicht auf denselben Tag wie den Transport. Ein Tag Puffer dazwischen nimmt viel Druck heraus, weil sich die Wohnung dann in Ruhe reinigen lässt und kleine Nacharbeiten noch möglich sind. Ist das nicht machbar, legen wir den Umzug so früh in den Tag, dass danach noch Zeit bleibt.
Was wir übernehmen und was nicht
Unser Teil ist der Transport und alles, was unmittelbar damit zu tun hat. Wir packen auf Wunsch ein, ab 25 Euro je Stunde, zerlegen und montieren Möbel, ab 28 Euro je Stunde für eine Kraft mit Werkzeug, bauen Einbauküchen ab und wieder auf, ab 249 Euro, und wir richten die Halteverbotszone ein, ab 59 Euro für eine Anschrift. Den Antrag dafür reichen wir ein.
Nicht übernehmen können wir alles, was Ihre Unterschrift oder Ihre Vollmacht braucht: Ummeldung, Kündigungen, neue Verträge, das Übergabeprotokoll. Dafür sind Sie zuständig, und ehrlich gesagt sind Sie das auch besser, weil nur Sie wissen, was in Ihren Unterlagen steht. Wir sagen Ihnen bei der Besichtigung, welche dieser Punkte erfahrungsgemäß mit dem Umzugstermin kollidieren. Was sich zeitlich beißt, lässt sich fast immer entzerren, wenn man es früh genug bemerkt.
Die Anfahrt zur Besichtigung ist kostenlos. Kommt es zum Auftrag, berechnen wir keine Anfahrtskosten. Sie können uns also auch dann kommen lassen, wenn Sie noch gar nicht sicher sind, ob Sie uns beauftragen wollen. Wir sehen uns die Wohnung an, nennen einen Betrag und überlassen Ihnen die Entscheidung. Ein Angebot, das nur gilt, wenn Sie sofort zusagen, gibt es bei uns nicht.